Wie jedes Jahr steht das Fest der Liebe wieder viel zu schnell vor der Tür. Zwischen dem Entwirren der Lichterketten, dem Keksbackmarathon, sämtlichen Weihnachtsfeiern und der Suche nach dem besten Glühweinstand (wo der Glühwein weder zu süß noch zu teuer ist) bleibt meist nicht so viel Zeit um individuelle, begeisternde und persönliche Weihnachtsgeschenke zu suchen.

Sollte es sich bei dem zu Beschenkenden jedoch um einen Autoren handeln, ist Rettung in Sicht. Ich habe viele Autoren gefragt, worüber sie sich freuen würden und zusammengekommen ist eine tolle Sammlung an Geschenkideen für alle, die das Schreiben lieben.

1. Notizbücher

Autoren sind meist immer und überall auf der Suche nach Inspiration. Und auch die Kreativität lässt sich oft nichtNotizbücher_als_Geschenk timen. Wenn der Autor also in der Bahn oder im Café sitzt und das Graffiti an der Brücke oder die zerknüllte Serviette auf dem Nachbartisch den entscheidenden Einfall bringt, muss dieser sofort notiert werden. Und ja, natürlich gibt es dafür Apps. Viele Autoren lieben aber diese wunderschönen bunten, kleinen Notizbücher. Da macht es gleich doppelt so viel Spaß, Ideen zu notieren. Das Gute ist, es gibt sie wirklich im sämtlichen Formen und Mustern und: Kreative Menschen können davon nie zu viele haben.

2. Schreibratgeber

Das Schreiben ist eine Kunst, die sich ständig weiterentwickelt. Schreibratgeber sind dabei eine willkommene Hilfe für viele angehende und auch für erfahrene Autoren ständig an der Schreibtechnik zu arbeiten.

Das Angebot an hilfreicher Lektüre ist sehr umfangreich. Hier einige meine Favoriten:

  • Kreatives Schreiben. Wissen kompakt für Autoren von Ulla Mothes:
    Ein gutes Einstiegswerk, das sich nicht mit zu viel Theorie aufhält, angereichert mit einem fortlaufenden praktischen Beispiel.
  • Das Leben und das Schreiben von Stephen King:
    Ein Standardwerk, das gefühlt jeder Autor gelesen hat. Es ist kein klassischer Ratgeber sondern eine Erzählung aus Stephen Kings Leben und Erfahrungen, durch die man viel Interessantes über das Autorendasein und das Schreiben lernt.
  • Kreativ Schreiben von Fritz Gesing:
    Ein sehr umfangreiches Standardwerk, das sehr viele Themen auch neben dem Schreiben abdeckt (bspw. Markbeobachtung, Was macht einen Bestseller aus, Kreativstrategien…)
  • Und morgen ein Roman von Ulla Mothes:
    Es ist eher ein Kreativ-Ratgeber als ein Schreibratgeber, aber mir hat es sehr viel Spaß gemacht, die Seiten auszufüllen, und ich denke, es ist eine gute Möglichkeit, seine Kreativität zu entwickeln.

3. Unterstützende Software

Es gibt viele technische Hilfsmittel, die unseren Schreibprozess ungemein unterstützen können. Software, die nicht nur Rechtschreibfehler findet, sondern auf Wunsch auch alle Füllwörter markiert. Schreibprogramme, in denen sich alle Kapitel hin und her schieben lassen. Hier eine kleine Übersicht:

–    Duden Korrektor für Word

–    Oder, wenn es auch ein bisschen mehr sein darf: Das Synonymwörterbuch und das Stilwörterbuch aus der digitalen Duden Bibliothek (jeweils 19 €). Man muss einen Begriff dann nur einmal in die Suchmaske eingeben und erhält übersichtlich schnell die Ergebnisse. Geht schneller, als es in den Büchern nachzuschlagen, enthält keine nervige Werbung wie die Website von Duden Online und ist unabhängig vom Internet. Ideal also gerade auch für Pendler.

–    Schreibprogramme wie Papyrus Autor oder Scrivener.

  • Scrivener (ca. 32 €) Man kann zu den Kapiteln Notizen hinzufügen und einzelne Kapitel problemlos hin und her schieben.
  • Papyrus (ca. 178 €) Der Preis ist natürlich nicht ohne… Aber man bekommt unglaublich viel dafür: Die Duden-Korrektur ist installiert und es gibt sogar eine Stilanalyse, die auf Wunsch ähnliche Satzstrukturen, Wortwiederholungen, Füllwörter etc. anzeigt. Außerdem kann man zu jedem Kapitel Notizen machen, Charaktersheets und Timelines anlegen. Gerade bei sehr umfangreichen Projekten, ist das extrem hilfreich. Oder könnt ihr euch über 279 Seiten merken, welche Augenfarbe eure fünfte Nebenfigur hatte? Wer Genaueres wissen will, schaut am besten bei Andreas Eschbach.

4. Bücher, Bücher, Bücher

In der Regel lesen Autoren gerne und das sollten sie auch. Es ist wichtig, das eigene Genre sehr gut zu kennen. Zudem erweitert Lesen den Wortschatz und von erfahrenen Autoren mit einem ausgereiften Schreibstil kann man immer lernen. Und zu guter Letzt entspannt lesen natürlich – das ist ja für die Arbeit auch extrem wichtig.

5. Schöne Stifte

Auch das handschriftliche Schreiben kann die Kreativität anregen. Wie wäre es also mit einem richtig guten Stift zum Notieren der eigenen Ideen oder gar zum Unterschreiben von Autogrammkarten? Das hätte auf jeden Fall auch einen anspornenden Charakter.

6. Gutscheine für ein Lektorat oder Korrektorat

Leider mangelt es gerade in der jungen Autorenkarriere vor allem an Geld, um das Projekt erfolgreich anzugehen. Wie wäre es also mit einem Gutschein für eine Dienstleistung wie ein Lektorat oder Korrektorat?

Ein richtiges Lektorat mit zwei Durchgängen kostet zwischen 3-6 € pro Normseite. Ein Korrektorat etwas weniger. Da kommt bei Büchern schnell eine ganz schöne Summe zusammen, bei der der Autor sich sicherlich über Unterstützung freuen würde, denn auf ein Lektorat verzichten sollte man auf gar keinen Fall. Kurzzeitig hat man dadurch vielleicht gespart, langfristig verzeihen die meisten Leser das nich

7. Gutscheine für Buchcover, Give Aways, Social Media Banner

Wie bereits gesagt, kann es vor allem helfen, die Vorleistung, die ein Autor unter Umständen selbst tragen muss, zu unterstützen.

Das erste Verkaufsargument eines Buches und von daher mit am wichtigsten ist immer das Buchcover. Vorgefertigte Cover, sogenannte Premades, wo das Design bereits existiert und lediglich Autorenname und Titel angepasst wird, gibt es meist schon ab 70 €. Für ein extra angefertigtes Cover muss man meistens mindestens 150 € auf den Tisch legen. Aber auch ein anteiliger Gutschein, wird für einen Autoren sicherlich hilfreich sein.

 

Ansonsten bieten viele Coverdesigner auch die Gestaltung von Werbematerialien, Webseiten oder Social Media Auftritten an. Hier ist man oft bereits mit 20-25 € dabei.

9. Eigene Unterstützung des Autors

Sehr viele Autoren würden sich wahrscheinlich auch über die eigene Unterstützung bei der Entstehung des Werkes freuen. Es ist immer hilfreich, wenn Leute sich als Testleser vor der Veröffentlichung zur Verfügung stellen und Rückmeldung zum bisher Geschriebenen geben – denn nicht jeder Mensch hat Lust sich durch ein 300 seitiges unlektoriertes Werk zu kämpfen. Ein persönlicheres Geschenk gibt es vielleicht kaum und jeder Autor wird dieses Engagement zu schätzen wissen.

 

Habt ihr noch weitere Ideen für hilfreiche Weihnachtsgeschenke?

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

Tolle Zusammenstellung!
Hab gerade auch einen Geschenke-Guide für Autoren zusammengestellt und wollte mal sehen, was andere Wort-Jongleure so empfehlen. Auf Gutscheine für Lektorate oder Cover-Design wäre ich beim besten Willen nicht gekommen, klasse, die Idee! Gerade, wenn’s Indie-Autoren sind, fehlt ja anfangs noch das nötige Kleingeld.
Danke für die Inspiration! ;-)

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